Chobe Nationalpark

Der Chobe Nationalpark ist der zweitgrößte Park in Botswana und bekannt dafür, dass man dort das ganze Jahr über ausgezeichnet Wildtiere beobachten kann. Der Park hat eine der größten Wildtierpopulationen des afrikanischen Kontinents.

Der Chobe Nationalpark liegt im nördlichen Teil Botswanas und hat einen Umfang von circa 11,000 km². Der Park befindet sich entlang des Chobe Flusses, der Botswana von Namibia abgrenzt.

Der Chobe Fluss versorgt die größte Dichte an Elefanten, die in Afrika zu finden ist und es ist nicht unüblich, Herden mit über hundert Tieren zu sichten. Der Chobe Fluss entspringt in Angola als Kwando Fluss. Sobald er nach Botswana fließt, wird er zum Linyanti und in der Nähe des Ngoma Tores wird er zum Chobe Fluss. Der Chobe Fluss trifft in der Nähe von Kazangula, an der Grenze Botswanas, auf den Sambesi Fluss.

Das  Sedudu Tor in der Nähe von Kasane ermöglicht einen Zugang zur einer öffentlichen Straße, die 54 Kilometer durch den Park verläuft und zum Ngoma Tor führt. Ngoma liegt in der Nähe der namibischen Grenze und ist der Eingang, der von Besuchern aus Namibia verwendet wird. Der südliche Eingang zum Park ist das Mababe Tor, das entlang der Route liegt, die zum Moremi Wildtierreservat führt.  Das Mababe Tor befindet sich 56 Kilometer südlich von Savuti und viele Besucher betreten den Park von Kasane aus, campen in Ihaha und dann in Savuti und verlassen ihn durch Magabe, von wo aus sie weiter nach Moremi reisen – oder die Strecken andersherum zurücklegen.  Abgesehen von dieser Strecke und dem bezaubernden Campingplatz von Linyanti, befindet sich ein weiterer Weg innerhalb des Parks, den mutigen Besucher befahren, der südlich von Sedudu, 68 Kilometer von Noghatsaa weiter nach Savuti führt und nochmal 140 Kilometer entfernt ist. Straßen, die durch dieses Gebiet führen, sind um diese Zeit nicht klar gekennzeichnet, deshalb sollten Besucher ihre Route sehr genau planen bevor sie losfahren und es ist ratsam sich beim Park Personal zu informieren, wenn man vor hat in das Noghatsaa Gebiet zu fahren. 

Die beste Zeit zum Wildtierbeobachten ist während der Trockenzeit, wenn der Großteil der natürlichen Pflanzen ausgetrocknet ist. Während der heftigen Regenfälle zwischen Januar und März ist es ratsam das Ufergebiet des Chobe Flusses zu vermeiden. Es ist außerdem wichtig zu beachten, dass es unterwegs in dem Park keine Möglichkeit gibt Benzin zu tanken und Besuchern, die sich zwischen Kasane und Maun aufhalten, wird geraten sich selbst für die komplette Reise mit allem Nötigen einzudecken. Trinkwasser sollte abgekocht oder chemisch behandelt sein. Überall in dem Park gibt es Moskitos und es ist ratsam vier Wochen im Voraus und während des Aufenthalts im Park eine Malaria Profilaxe einzunehmen, besonders in der Regenzeit.

In dem Chobe Nationalpark sind vier verschiedene Ökosysteme zu finden:

Das Serondela Gebiet (oder Chobe Flussufer) liegt im Nordosten und üppige Ebene und dichte Wälder ziehen eine große Anzahl an Elefanten und Büffel an. Das Serondela Gebiet ist der meist besuchte Teil des Chobe Nationalparks, da es sich in der Nähe der Victoria Fälle befindet.

Die Savuti Sümpfe liegen im Westen des Parks. Der Savuti Kanal teilt den Chobe Nationalpark und fließt in die Savuti Sümpfe. Das Gebiet der Savuti Sümpfe ist bekannt für die Wildtier-Dokumentationen, die hier gedreht werden, besonders die National Geographic Filme von Dereck und Beverly Joubert. Im Savuti Gebiet gibt es satte Grass Landschaften, Savanne Waldgebiete und eine Vielzahl an Bäumen und eine vielfältige Vegetation.

Die Linyanti Sümpfe befinden sich im westlichen Teil des Chobe Gebiets. Der Linyanti Fluss und die Sümpfe werden durch trockene Waldgebiete vervollständigt. Das Linyanti Wildtierreservat ist berühmt für seine Raubtiere und die große Dichte an Wildtieren, insbesondere für Elefanten und Büffel, die zum Beginn der Wintermonate den Linyanti Fluss hinunter wandern.

Nogatsaa und Tchinga, ein heißes und trockenes Hinterland – dieses Gebiet eignet sich für abenteuerlustige Reisende.  Im Hinterland Gebiet gibt es noch bis in die Trockenzeit hinein Wasser, das besonders zwischen August und Oktober viel Wild anzieht.  In diesem Gebiet kann man besonders gut Elenantilopen beobachten.