Linyanti

In der weit entferntesten Ecke des Chobe Nationalparks liegt das vergessene Paradies Linyanti.

Dieser kurze, sumpfige Flussuferabschnitt ist abgeschieden und ruhig und erinnert an die ständigen Wasserwege des Okavango mit Papyrus-gesäumten Lagunen, Schilfbetten und einem gewaltigen Baldachin aus Bäumen.

Der Linyanti Sumpf deckt ein Gebiet von circa 900 km2 ab und füllt das Gebiet zwischen den zusammenfließenden Kwando und Linyanti Flüssen. Der Nationalpark grenzt nur an einem kleinen Abschnitt am östlichen Ende des Sumpfes an den Fluss.

Hier sind zahlreiche Wildtiere zu finden, besonders in den trockenen Wintermonaten, wenn eine große Dichte an Elefanten, Büffeln und Zebras sich entlang des Flusses tummeln und Giraffen, Impalas und Pferdeantilopen in den Wäldern umherstreifen. Die Vogelwelt ist vielfältig und die Anzahl verschiedener Vögel ist überwältigend. Wasservögel, wie beispielsweise Pelikane sind hier anzutreffen.

In Linyanti gibt es einen kleinen Campingplatz der 39 Kilometer nordwestlich von Savuti inmitten großer, flussartiger Bäume entlang des ganzjährigen Linyanti Flusses angelegt ist. Dies ist in der Regel ein ruhigeres Camp, da es abseits der Haupttouristenstrecke liegt, aber für diejenigen, die auf der Suche nach einer abgelegenen und friedlichen Umgebung, mit einer spektakulären Dichte an Elefanten zur Trockenzeit sind,  ist Linyanti der richtige Ort.  Die Zufahrt ist rau und sandig und diese Strecke sollte nur mit zuverlässigen 4x4 Fahrzeugen unternommen werden.

Das  Sedudu Tor in der Nähe von Kasane ermöglicht ebenfalls einen Zugang zur einer öffentlichen Straße, die 54 Kilometer durch den Park verläuft und zum Ngoma Tor führt. Ngoma liegt in der Nähe der namibischen Grenze und ist der Eingang, der von Besuchern aus Namibia verwendet wird. Der südliche Eingang zum Park ist das Mababe Tor, das entlang der Route liegt, die zum Moremi Wildtierreservat führt.  Das Mababe Tor befindet sich 56 Kilometer südlich von Savuti und viele Besucher betreten den Park von Kasane aus, campen in Ihaha und dann in Savuti und verlassen ihn durch Magabe, von wo aus sie weiter nach Moremi reisen – oder die Strecken andersherum zurücklegen.  Abgesehen von dieser Strecke und dem bezaubernden Campingplatz von Linyanti, befindet sich ein weiterer Weg innerhalb des Parks, den mutigen Besucher befahren, der südlich von Sedudu, 68 Kilometer von Noghatsaa weiter nach Savuti führt und nochmal 140 Kilometer entfernt ist.  Straßen, die durch dieses Gebiet führen, sind um diese Zeit nicht klar gekennzeichnet, deshalb sollten Besucher ihre Route sehr genau planen bevor sie losfahren und es ist ratsam sich beim Park Personal zu informieren, wenn man vor hat in das Noghatsaa Gebiet zu fahren. 

Die beste Zeit zum Wildtierbeobachten ist während der Trockenzeit, wenn der Großteil der natürlichen Pflanzen ausgetrocknet ist. Während der heftigen Regenfälle zwischen Januar und März ist es ratsam das Ufergebiet des Chobe Flusses zu vermeiden. Es ist außerdem wichtig zu beachten, dass es unterwegs in dem Park keine Möglichkeit gibt Benzin zu tanken und Besuchern, die sich zwischen Kasane und Maun aufhalten, wird geraten sich selbst für die komplette Reise mit allem Nötigen einzudecken. Trinkwasser sollte abgekocht oder chemisch behandelt sein. Überall in dem Park gibt es Moskitos und es ist ratsam vier Wochen im Voraus und während des Aufenthalts im Park eine Malaria Profilaxe einzunehmen, besonders in der Regenzeit.