Okavango Delta

Das Okavango Delta wird oft als “Juwel” der Kalahari beschrieben und ist eine ruhige und abgeschiedene Oase inmitten Botswanas harscher und trockener Wüste.

Es wird als eines der besten Ziele für Safaris in Afrika beschrieben mit einer besonderen Vielfalt an Flora und Fauna.  Das Okavango Delta ist eines der größten und wichtigsten, sich im Binnenland befindliche Feuchtgebiet, und umfasst 16 000 km2 mit 2500 Pflanzenarten, 65 Fischarten, 20 großen Pflanzenfressern und 450 Vogelarten.  

Das Okavango Delta ist eines der weltgrößten Binnenland Wassersysteme.  Das Quellgebiet entspringt in Angolas westlichem Hochgebirge und fließt dann durch Namibia (als Kavango) und wird dann in Botswana zum Okavango. Vom Weltraum aus, sieht man einen smaragdblauen Strudel, umgeben von ausgetrockneten Landschaften. Das Okavango Delta ist eine unglaubliche Lebensquelle in einem Land das zu 80 % trocken ist. 

Vor Millionen von Jahren floss der Okavango Fluss in einen Binnensee mit dem Namen Makgadikgadi (heutzutage die Makgadikgadi Pfanne). Tektonische Aktivität und Erdschlüsse haben den Verlauf des Flusses unterbrochen und ihn dazu gebracht sich zurückzuziehen und das heutige Okavango Delta zu formen.  Daraus entstand ein einzigartiges System von Wasserwegen, das ansonsten eine trockene Kalahari Savanne wäre und jetzt ein großes Spektrum an Tieren und Pflanzen versorgt.

Die Fluten des Deltas werden von Niederschlägen aus Angola gespeist, die im Oktober beginnen. Die Fluten überqueren im Dezember die Grenzen zwischen Botswana und Namibia und erreichen Maun im Juli. Der Okavango Fluss, der in dem angolanischen Hochland steigt, erreicht nie das Meer und fließt südöstlich in die Kalahari.   Hier breitet er sich in eine Delta Formation aus, die einen Umfang von 15 000 km2 hat und mit einer üppigen Wasser-Wildnis aus Papyrus-Sümpfen, flachen Schilfbetten und Flussauen, die mit Inseln übersät und mit einem Netzwerk aus Kanälen und Lagunen versehrt sind, bestückt. Die langsame Geschwindigkeit der Fluten ist auf den Mangel an einer Absenkung der Erhöhung zurückzuführen, die nur ein bisschen mehr als 60 Meter absinkt auf einer Distanz von 450 km. Während des Höchststands der Überflutung kann das Delta Gebiet sich auf bis 16000 km2ausdehnen und während des Abebbens auf 9000km2 zusammenschrumpfen. Sobald das Wasser durch das Delta fließt, fangen die Wildtiere an sich zurück in dieses Gebiet zu begeben.   

Da sich die Flussquelle nicht in ein stehendes Gewässer wie einen See oder in das Meer entlädt, wird dieses Gebiet als Delta bezeichnet. Das Okavango ist ein großer Schwemmfächer, eine breite, niedrige konische Fläche, über die sich der Fluss ergießt.  Das Okavango Delta besteht aus zwei Bereichen; dem gradlinigen Korridor und dem Niederdelta Schwemmfächer. 

Wie in sich dahin windenden Flüssen üblich, verändert sich der Kanal in dem Korridor ständig.  Dies tritt in der Form von Alt Armen und Teilungen des Kanals an mehreren Punkten auf.  Charakteristisch für die Kanäle sind ständige Sümpfe, deren Vegetation hauptsächlich aus Zypern Papyrus besteht. Der Okavango Fluss teilt sich dann in mehrere Verteilung Kanäle des Schwemmfächers.

Bezeichnend für die ständigen Sümpfe sind eine große Anzahl an Seen, wovon viele Alt Arme sind. Die unteren Regionen des Deltas werden saisonal geflutet und sind als „Saisonale Sümpfe“ bekannt. Es gibt drei Hauptkanalsysteme, die durch Landzungen voneinander getrennt werden. Sandveldzungen trennen das Thoge und Jao-Boro System und Chief´s Island trennt das Jao vom Boro System.

Die Niederschläge während der Sommermonate (Dezember bis April) in dem Auffanggebiet entladen sich in den Okavango Fluss und erreichen ihren Höchststand im April in Mohembo, das sich am Anfang des Schwemmfächers befindet. Zu diesem Zeitpunkt steigt der Wasserstand in dem Schwemmfächer beträchtlich an und das restliche Wasser wird in das Delta gefiltert.  Diese saisonalen Schwankungen des Wasserstandes fließen den Schwemmfächer hinunter und gelangen dann in die ständigen Sümpfe des oberen Gebietes des Deltas.

Die jährlichen saisonalen Überflutungen des Deltas finden während Juli und August statt, nur wenige Monate nach den Höchstniederschlagsmengen bei Mohembo. Es dauert ungefähr vier Monate bis das Wasser von Mohembo bis nach Maun durch das Delta gefiltert wird.  Der Grund für diese langsame, schlängelnde Geschwindigkeit liegt an dem Fehlen des Höhenunterschiedes. Es geht nur 60 Meter abwärts über eine Distanz von 450 km und die Bewegung des Wassers wird zusätzlich von der Vegetation verlangsamt.  Viel Wasser gelangt wieder in den Boden oder geht durch Verdunstung verloren. Während des Höchststands der Überflutung kann das Delta Gebiet sich auf bis 16000 km2ausdehnen und während des Abebbens auf 9000km2 zusammenschrumpfen.  Wenn das Wasser durch das Delta fließt, kehren die Wildtiere langsam in diese Region zurück.

Der Zeitpunkt der maximalen Überflutung des Deltas ist von ökologischer Wichtigkeit. Es kommt während der trocknen Wintermonate vor, wenn das Oberflächenwasser in den terrestrischen Umgebungen knapp bemessen ist. In der Vergangenheit existierten deshalb riesige Wildtier-Migrationswege. Diese gibt es allerdings heutzutage nicht mehr. Lokale Wildtiermigration in die Nähe des Deltas führt dennoch auch in Wintermonaten zu einer hohen Wildtierdichte in diesem Gebiet.

Abgesehen von der Schönheit dieses spektakulären Feuchtgebiets, kann man auch ausgezeichnet das ganze Jahr über Wildtiere beobachten. Das Moremi Game Reserve ist das Herz des Okavongo. Außerhalb des Reservats gibt es große Privatreservate (unter den Einheimischen als Konzession bekannt), die von der Regierung Botswanas an Safar- Unternehmen unter strengen Auflagen und Richtlinien (erlaubte Anzahl an Gästen) verpachtet werden. Diese großen Privat Konzessionen bieten ein hochqualitatives, exklusives Safari Erlebnis. Gäste können riesige Gebiete unberührter Wildnis erkunden und ein Gefühl von Ruhe und Abgeschiedenheit spüren, das woanders in Afrika kaum noch zu finden ist. Die Gäste verbringen den Tag auf einer Safari Fahrt oder auf einer Mokoro-Exkursion, ohne dabei einem anderen Safari Fahrzeug zu begegnen.