Caprivi

Die Caprivi Region (Zambezi Region), oder auch „der Caprivi-Zipfel“, ist ein schmaler Streifen, der sich im Norden Namibias in östlicher Richtung über 450 km erstreckt.

Der Caprivi-Zipfel grenzt im Süden an Botswana und im Norden an Angola und Sambia. Im Landesinneren schließt er an die Kavango Region an. Ein weiterer Name für den Caprivi-Zipfel ist Itenge. Begrenzt wird diese Region durch die Flüsse Kwando, Linyanti, Chobe und Zambezi. Die größte Stadt im Caprivi-Zipfel ist Katima Mulilo.

ist diese Region nach dem deutschen Reichskanzler Leo von Caprivi, der auf deutscher Seite die Verhandlungen mit Großbritannien zum Helgoland-Sansibar-Vertrag geleitet hatte. Im Jahr 1890 trat Großbritannien den Caprivi-Zipfel dann an Deutschland ab. Ziel des Vertrages war es unter anderem, eine Verbindung zu Deutsch-Ostafrika zu ermöglichen, wo die deutsche Kolonie Tanganyika lag. Neben dem Caprivi-Zipfel erhielt Deutschland auch die Insel Helgoland, wofür es im Gegenzug sein Interesse an Sansibar aufgab.

In der Caprivi-Region gibt es drei Wildtierparks. Der Bwabwata Wildtierpark erstreckt sich auf einer Fläche von 5715 km². Vom Kavango Fluss im Westen zum Kwando Fluss im Osten erstreckt sich der Park über 180 km.

Der naturbelassene und eher wenig besuchte Mamili Nationalpark ist als das Äquivalent Namibias zum Okavango Delta anzusehen: ein wasserreiches Wunderland der wilden Tierwelt mit prächtigen Inseln, Flüssen und Feuchtgebieten. Der Mudumu Nationalpark besteht aus gewaltigen 1010 km² voll dichter Savanne und Mopane Wäldern, im Westen abgegrenzt durch den Kwando Fluss.

Ebenfalls von Interesse sind die Popa Fälle, auch wenn diese eher einer Stromschnelle gleichen. Der  Wasserfall hat eine Höhe von 3 Metern. Dort findet man eine reiche, prächtige Tierwelt und eine Menge Bodenschätze.