Sossusvlei Region

Sossusvlei und seine Umgebung gehören zu einem großflächigen Gebiet zwischen den Flüssen Koichab und Kuiseb, dessen Landschaft durch gleichförmige aber besondere Eigenschaften charakterisiert ist: riesige Sanddünen, die aufgrund des hohen Eisengehalts im Sand in pinken bis orangenen Farbtönen erstrahlen. Die ältesten Dünen können sogar tief rot sein. Sie zählen zu den höchsten Dünen der Welt. Viele von ihnen sind bis zu 200 Meter hoch. Den Rekord hält die Düne namens Big Daddy mit 380 Metern Höhe.

Sossusvlei ist eine Ton-Pfanne in der Namibwüste, inmitten des Namib-Naukluft Nationalparks. Sossusvlei ist bekannt für seine hohen, roten Dünen, von denen die Pfanne ringsum umgeben ist. Ein wahres Sandmeer. Wo normalerweise sehr trockene Hitze herrscht, sind die unregelmäßigen Fluten des Flusses Tsauchab eine ersehnte Abwechslung. Die Kameldornbäume zum Beispiel ziehen mit ihren Wurzeln das Wasser aus dem Ton. In der Nähe des Sossusvlei findet man noch zwei weitere Ton-Pfannen: Das Dead-Vlei (das tote Vlei) und das Hidden-Vlei (das verstecke Vlei). Eine der bekanntesten Dünen ist die Düne 45, von deren Spitze aus man einen herrlichen Blick auf den Sonnenaufgang hat. Touristen campen gerne in dem nahe gelegenen Sesriem Camp und starten frühmorgens zur Dünenbesteigung. Die Düne 45 liegt genau auf halber Wegstrecke vom Camp zum Sossusvlei. 

Die höchsten und stabilsten Dünen sind teilweise von einer recht üppigen Vegetation überzogen. Das nötige Wasser bekommen die Pflanzen durch die unregelmäßig aufkommenden Fluten, welche sich teilweise unterirdisch durch den Ton graben. Die dadurch entstehenden Sümpfe nennen die Einheimischen Vlei. In trockenen Zeiten erscheinen diese Vleis fast weiß, aufgrund des hohen Salzgehalts im Boden. Neben den Fluten gehören die morgendlichen Nebelwolken zu den wichtigsten Feuchtigkeitsspendern. Diese ziehen vom Atlantik her ins Land.

Auch die Fauna des Gebiets kann sich sehen lassen. Vor allem kleine Tiere, die mit wenig Wasser auskommen, sind dort anzutreffen: Anthropoiden (Gliederfüßler), kleine Reptilien, kleine Säugetiere wie Schakale, größere wie Antilopen ( Gems- und Springböcke) und Strauße. In der Flutsaison kommen viele Zugvögel an die Ufer der Sümpfe und Flüsse. Doch der größte Teil der Fauna im Sossusvlei und der Namib ist endemisch und gut an die Bedingungen der Namib angepasst. Ein schönes Beispiel dafür ist der Namibwüstenkäfer, der eine besondere Technik entwickelt hat, mit seinem Rückenpanzer Wassertropfen aus dem morgendlichen Nebel abzufangen.

Man erreicht das Sossusvlei und die Umgebung durch das Tor in Sesriem, das sich in der Nähe des gleichnamigen Canyons befindet. Von Sesriem aus, führt eine 60km lange Teerstraße zum Sossusvlei.